Warum wir uns so gerne am Feuer aufhalten?
Die Rolle des Feuers in der menschlichen Evolutionsgeschichte und seine Anziehungskraft
Seit Jahrtausenden hat das Feuer einen schützenden Effekt auf den Menschen. Ursprünglich diente Feuer als Lichtquelle, als Schutz vor Raubtieren und es gab die Möglichkeit zu kochen und sich warm zu halten. Wenn wir heute Feuer machen, spüren wir ein Gefühl von Geborgenheit und Intimität, auch wird das Feuer oft zu einem zentralen Punkt für den sozialen Austausch. Damals wie heute versammeln wir uns um ein Lagerfeuer und tauschen Erfahrungen und Geschichten aus.
Darüber hinaus haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Feuer unsere Fähigkeit stärkt, über mehrere Dinge gleichzeitig nachzudenken und sie miteinander zu verknüpfen, wodurch wir uns komplizierte Pläne besser vorstellen können. Die Gehirnleistung und das kognitive Vorstellungsvermögen werden durch die Wärme und das Licht des Feuers gesteigert. Man geht davon aus, dass Feuer eine entscheiden Rolle bei der Entwicklung des Homo Sapiens spielte. Es ermöglichte die Entwicklung intellektueller Fähigkeiten und liess sozusagen unser Gehirn wachsen.
Feuer bringt den Menschen die Natur näher und schafft eine Art der Verbundenheit von Natur & Geist. Ausserdem spricht man von einer therapeutischen Wirkung, da unser Stresspegel durch ein knisterndes Feuer gesenkt werden kann. Jeder Mensch, der schon mal um ein Lagerfeuer gesessen ist, und länger als ein paar Minuten ins Feuer gestarrt hat, kennt die beruhigende, fesselnde und faszinierende Wirkung des Feuers.
Unglaublich, aber wahr! Haben Sie das gewusst…?
Im Mittelalter mussten die Menschen tatsächlich ihre Hände ins Feuer legen, um ihre Unschuld zu beweisen! Es gab damals Feuerurteile: Verbrannten die Finger des Angeklagten nicht, so war er unschuldig. Das ist auch der Ursprung der Redewendung“ Für jemanden die Hand ins Feuer legen“ (Vorbehaltlos für jemanden einzustehen)